»Es ist Zeit
Gesicht zu zeigen
Doch bloß nicht dabei das
Gesicht zu verlieren
Compania
Compania




Compania Sincara ist ein 2016 gegründetes Theaterkollektiv mit Basis in Leipzig. Der Name Sincara (von spanisch sin cara, »ohne Gesicht«) spielt auf die besondere Theaterarbeit mit Masken und Figuren an, durch die sich die Compagnie auszeichnet.

Gesicht verlieren, um Gesicht zu zeigen: Mit diesem Bild und ihrer besonderen Spielweise machte sich Compania Sincara in der Leipziger Theaterszene einen Namen. Mittlerweile spielen sie über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus und touren durch Europa. Das Spiel mit Masken ermöglicht, individuell Gesicht zu »verlieren«, die eigene Individualität zurück-zunehmen, um kollektiv Gesicht zu »zeigen«, in größeren Zusammenhängen aufzugehen.

Jedes Stück wird in einem kollektiven Arbeitsprozess erarbeitet und lässt unsichtbare Welten sehbar werden – Welten, voll von Figuren und Geschichten, die etwas über das Menschsein erzählen. In ihrem spielerischen Umgang mit neuen und alten, experimentellen und historischen Spiel- und Erzählweisen schafft Compania Sincara Theatererlebnisse voller Spielfreude und Poesie.

Gesicht verlieren, um Gesicht zu zeigen: Das steht auch für einen politischen Anspruch, eine stete Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen Verhältnissen. Compania Sincara versteht sich als europäisch – mit einer fließenden Spielweise, die Genregrenzen durchbricht und sich nur schwer eindeutigen Kategorien zuordnen lässt.

Die Anfänge des Kollektivs liegen im Institut für Theaterwissenschaft an der Universität Leipzig, wobei Gerda Baumbach als Lehrerin und ihre Theatergeschichtsforschung maßgeblich waren. Neben Rico Dietzmeyer, Capocomico (Regisseur) der Compania, Maskenbauerin Franziska Schubert und Co-Regisseur Christoph Püngel, die zusammen bei Gerda Baumbach lernten, gehören zur Compania die Schauspieler*innen Eric Schellenberger und Marie Wolff, die Musiker*innen Anuschka Jokisch, Johannes Golchert und Anselm Vollprecht, Bühnenbauerin Lisa-Maria Totzke, Dramaturgin Julia Hagen und Techniker David Wolfrum. Das Kollektiv wird außerdem durch Gäste verstärkt.


Preise und Nominierungen

2017 Nominierung für den Fritz-Wortelmann-Preis in der Kategorie prof. Nachwuchs (Don Q)
2017 Hauptpreis, sowie Preise für beste Masken & Kostüme, beste Schauspielerin/Schauspieler, beste Regie beim int. Theaterfestival »Progress Sopron 2017« in Sopron, Ungarn (Don Q)
2017 Preis für die beste Inszenierung beim int. Theaterfestival »Ljubitelivõ 2017« in Sillamäe, Estland (Don Q)
2017 Preis für die besten Masken und die innovativste Inszenierung des europ. Theaterfestivals »Theatre Revolution 6« 2017 in Tjumen, Russland (Don Q)
2017 Nominierung für den Leipziger Bewegungskunstpreis 2017 (Candide oder Die letzte aller möglichen Welten)
2016 Nominierung für den Leipziger Bewegungskunstpreis 2016 (Don Q)
2016 Deutscher Amateurtheaterpreis »amarena« (BDAT) in der Sparte Schauspiel (Die (Selbst)Natürlichen)