Compania Sincara
Theater mit Masken und Figuren
Frische Orangen im März

Liebes Publikum,

Compania Sincara wünscht euch ein gesundes, fröhliches, hoffnungsvolles und erfüllendes Neues Jahr 2022! Die Pandemie hat uns auch im dritten Jahr noch fest im Griff. Erneut mussten wir Spieltermine absagen und wir danken all jenen, die bereits Karten bestellt hatten, für ihr Verständnis. Bleiben wir optimistisch!

Die drei Orangen und auch die Liebe werden ihren Weg zurück zu euch finden. Die nächsten Spieltermine unserer neuesten Produktion sind (wenn Omikron uns lässt) am 26. & 27. März 2022 an der Schaubühne Lindenfels in Leipzig. Tickets sind ab sofort im Vorverkauf erhältlich! Also bleibt uns treu, bleibt gesund und haltet die Ohren steif!

Eure Compania Sincara


Foto: Lukas Diller

Tickets

Russische Orangen oder Sibirische Schwestern
Es war einmal in Sibirien...

...es war einmal mehr die Compania Sincara in Russland. Gemeinsam mit dem Theaterkollektiv Theater Mimikry, mit dem uns eine langjährige Freundschaft verbindet, haben wir, fast zeitgleich zu unserer Leipziger Produktion, Die Liebe zu den drei Orangen in einer russischen Schwester-Produktion (Любовь к трём апельсинам) in der sibirischen Großstadt Tjumen an der Tura auf die Bretter des Kosmos-Theaterzentrums gebracht (Premiere 23. September 2021).

Die Produktion entstand in Kooperation mit dem Dramatischen Bolschoi-Theater Tjumen und war Teil des Deutschlandjahres in Russland 2020/21, organisiert und gefördert durch die Deutsche Botschaft Moskau und das Goethe-Institut.

Seit Compania Sincara vor einigen Jahren mit Don Q auf einem Theaterfestival in Tjumen zu Gast war, schwebte die Idee im Raum, gemeinsame Sache zu machen. Theater Mimikry zeichnet sich durch seine Theaterarbeit mit zeitgenössischen Straßentheaterformaten aus und hat sich mit seinem Straßentheater-Festival »Straßenträume« in der russischen Freien Szene einen Namen gemacht. So gesehen, schlagen die Herzen der beiden Compagnien im gleichen Rhythmus. Der gemeinsame Herzschlag pocht auf Masken und traditionellen Schauspieltechniken. Das im Venezianischen Theaterstreit des 18. Jahrhunderts entstandene Theatermärchen L’amore delle tre melarance von Carlo Gozzi diente dem russischen Theateravantgardisten Vsevolod E. Meyerhold als ein Spielmaterial für seine Versuche, in Vermittlung zwischen Moderne und Tradition ein »neues altes Theater« zu probieren. Meyerholds Theaterarbeit wiederum ist eine wichtige Inspirationsquelle für die Versuche der beiden Compagnien. So kam es, dass wir uns mit Die Liebe zu den drei Orangen als schipperndem Kahn und mit Meyerhold als Kompass hinaus aufs weite Theatermeer der europäischen Kulturen auf die Suche nach einer kleinen Insel des Spaßes und der Liebe machten.

Wir sind mächtig stolz auf unsere russischen Geschwisterchen Дотторе, Панталоне, Бригелла und Труффальдино – sie sehen doch toll aus, oder nicht? Und tanzen können die!

Foto: Vladimir Chebaldin



Leipziger Bewegungskunstpreis
Auszeichnung für TURANDOT

Wir freuen und bedanken uns für die Auszeichnung mit dem letzten (!) Leipziger Bewegungskunstpreis für TURANDOT. Tausend Dank und Grüße an die wunderbare Schaubühne Lindenfels, wo wir unser Märchen erzählen durften und weiterhin dürfen! Unser herzlicher Dank geht an die Jury, insbesondere Maria Koch für die wunderschöne Laudatio, an das gesamte Team des Bewegungskunstpreises und das LOFFT - Das Theater für den Glanzabend. Eine liebe Umarmung an die anderen Nominierten Angelika Waniek und die Gruppe Derweil. Unser besonderer Zitronendank und -gruß geht an Gerda Baumbach und natürlich an Euch, unser diverses, fröhliches Publikum.
Bleibt uns treu!

In der Preisrede heißt es unter anderem:
»Das Erstaunlichste und Wunderbarste am Projekt Turandot aber lässt sich am einfachsten sagen: Es funktioniert. So alt die Maskenfiguren und so rar gegenwärtige Kenner der dazugehörigen Erzähltechniken auch sind – das Publikum, und zwar ganz unterschiedlicher Jahrgänge und Hintergründe, versteht sie. Das ist weder begrifflich noch einseitig gemeint, hingegen als Lust sich wechselseitig zu verstehen, sich in direkter lebendiger Relation mit den Spielern zu verständigen: über Identitäten, Machtpositionen und vermeintlich zementierte Ordnungen.«

Die vollständige Laudatio gibt es hier zu lesen.

Foto: Sebastian Göschel/LOFFT - Das Theater