Ein Spiel mit
Masken und Figuren
nach Cervantes und Bulgakow
Don Q
Don Q
Ein Spiel mit Masken und Figuren
nach Cervantes und Bulgakow
Die ganze Welt ist ein Gewebe aus gegeneinander streitenden Kräften! – Ach was? – Jaja. – Hm. Truffaldino, Brighella und Pantalone erzählen die große Heldengeschichte des Ritters von der traurigen Gestalt.

In einer Zeit, in der Visionäre mit postfaktischen Theorien und alternativen Realitäten ihre Anhänger um sich scharen, in einer Zeit also, in der Menschen sich zu Helden aufschwingen, um Strömen und Wellen die Stirn zu bieten, sich Inseln der Sicherheit bauen, in einer Zeit, in der Begegnungen mit Tod und Teufel hinter jeder Ecke lauern können und das Abendland sich rüstet, in dieser Zeit also, in der Täuschungen und Irrglaube reale Konsequenzen nach sich ziehen, in der Völker für Tiere gehalten werden, in dieser Zeit, freilich die Zeit der Bauern und Ritter, in dieser Zeit – war anscheinend alles gar nicht so weit weg vom Heute.

Die Bühne ist ein Ort für Träumer und Realisten. Im besten Falle teilen sie sich diese Bretter, die so viele Welten bedeuten. Das ungleiche Figurenpaar Don Quijote und Sancho Panza zeigen uns, wie wichtig das Streiten und der Austausch sind – eine gebrochene Lanze für den Dialog jenseits von Gut und Böse, jenseits von Leben und Tod.

Warum fliegende Holzpferde und maskierte Gesichter, Klagelieder, Butterkuchen und die spanische Mancha etwas über uns und gegenwärtige Irrläufer erzählen und weshalb die Meinung eines guten Freundes Rettung bedeuten kann, selbst, wenn er in einer anderen Welt zu leben scheint, das zeigt DON Q so lebendig wie nie.



»Das Spiel wurde zu einem gemeinschaftlichen Unterfangen und Schauspieler wie Zuschauer zu Verbündeten [...]. Compania Sincara knüpft an alte Schauspieltraditionen von Puppen- und Maskenspiel an. Die Geschichte vom traurigen Ritter reduziert sich so auf elementare Gegensätze: Liebe und Hass, Leben und Tod, Mut und Feigheit. Das gemeinsame Erzählen kreist dabei stets um Menschsein.«
(Nemzeti, Budapest)

»Hoch poetisch, mit Geschick und Gefühl bringen die drei Darsteller Miguel de Cervantes’ hochkomischen Abgesang der Blechbüchsen-krieger auf die Bühne. Bemerkenswert sind die fein gearbeiteten Masken und Figuren sowie ihre gute Führung.«
(Nominierungsbegründung der Jury des Leipziger Bewegungskunstpreises 2016)
SPIELTERMINE
22.11.2019 Leipzig | Cammerspiele Tickets


Eine Produktion von
Compania Sincara

In Koproduktion mit den
Cammerspielen Leipzig

Es spielen
Rico Dietzmeyer
Felicitas Erben
Eric Schellenberger

Musik
Anselm Vollprecht

Regie & Scenario
Rico Dietzmeyer

Szenographie & Masken
Franziska E. Schubert

Bühne & Objekte
Lisa-Maria Totzke

Produktionsleitung & Licht
Christoph Püngel


PREMIERE
11.05.2016, Cammerspiel Leipzig